
20.01.2012
Trotz wiederum sehr zahlreicher Änderungen ist der Patch von Linux 3.2 zu 3.3-rc1 etwas kleiner ausgefallen. Von den gut 8800 Änderungen entfallen nach Angaben von Torvalds in seiner Ankündigung von Linux 3.3-rc1 rund 60% auf die Treiber, das ist weniger als üblich. 20% betreffen Änderungen in den Architekturen und 20% den Rest.
Viele Erweiterungen wurden an der Netzwerk-Funktionalität vorgenommen. So kam der »Team«-Treiber hinzu, der einen schlanken Mechanismus zum Kombinieren mehrerer Netzwerkschnittstellen (Bonding) bereitstellt. Control Groups können nun für den Zugriff auf die Netzwerkschnittstellen priorisiert werden. Der neue TCP Buffer Size Controller kann genutzt werden, um den Speicher zu begrenzen, der für TCP-Puffer verwendet wird. Eine weitere Begrenzung kann mit den Byte Queue Limits gesetzt werden. Sie regelt, wieviele Bytes maximal in der Sendewarteschlange einer Netzwerkschnittstelle Platz finden. Darüber hinaus kam noch der virtuelle Netzwerk-Switch Open vSwitch hinzu, und die Netzwerkschicht verwendet den Algorithmus »Adaptive RED« für die Warteschlangenverwaltung.
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